Warum Herzfrequenz allein nicht reicht
Herzfrequenz ist ein Indikator fĂŒr kardiovaskulĂ€re Belastung, nicht fĂŒr metabolische Belastung. Der gleiche Laktatwert kann bei unterschiedlichen Herzfrequenzen auftreten â abhĂ€ngig von Tagesform, Temperatur, Hydration, Koffein und ErmĂŒdung. Deshalb ist die Kombination aus HF und Laktat sinnvoller als HF allein.
Typische Herzfrequenzwerte an LT2
Als grobe Faustregel liegt LT2 bei 80â92 % des Maximalpulses. Aber diese Spanne ist sehr breit. Junge mĂ€nnliche Leistungssportler können bei 88â92 % ihres HFmax liegen, Ă€ltere Athleten oder Frauen teils bei 75â82 %. Der individuelle Unterschied ist gröĂer als die durchschnittliche Abweichung.
- MĂ€nner, 20â30 Jahre: ca. 85â92 % HFmax
- Frauen, 20â30 Jahre: ca. 82â88 % HFmax
- MĂ€nner, 40â50 Jahre: ca. 80â88 % HFmax
- Frauen, 40â50 Jahre: ca. 78â85 % HFmax
- Hochleistungssportler: teils > 92 % HFmax
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Jetzt kostenlos testenFaktoren, die die HF-LT2 verschieben
Die Herzfrequenz an der Laktatschwelle ist keine Konstante. Sie reagiert auf: Hydration (Dehydration erhöht HF), Schlafmangel (+5â10 SchlĂ€ge), Koffein (+5â8 SchlĂ€ge), Hitze (+5â10 SchlĂ€ge), ErmĂŒdung (+3â7 SchlĂ€ge) und Medikamente (Beta-Blocker senken HF).
Kalibrierung deiner HF-Zonen
Wenn du einen Laktattest gemacht hast, notiere die Herzfrequenz bei LT1 und LT2. Diese Werte sind deine persönlichen Ankerpunkte. Aktualisiere sie alle 2â3 Monate oder wenn sich dein Trainingszustand signifikant verĂ€ndert. Nutze Herzfrequenz fĂŒr die tĂ€gliche Kontrolle, Laktat fĂŒr die Zonenbestimmung.