Was ist FTP?
FTP steht für Functional Threshold Power und beschreibt die höchste Leistung, die du über 60 Minuten halten kannst. Der Wert entstammt dem Power-Meter-Ökosystem und wurde von Andrew Coggan populär gemacht. Praktisch wird FTP meist über einen 20-Minuten-Test oder ein Rampenprotokoll geschätzt und dann mit einem Faktor (z. B. 0,95) extrapoliert.
Was ist die Laktatschwelle?
Die Laktatschwelle (LT2) beschreibt die Belastungsintensität, bei der die Laktatproduktion die Laktatelimination übersteigt. Sie wird direkt aus Blutwerten während eines Stufentests bestimmt — nicht extrapoliert, sondern gemessen. Typische Werte liegen bei 3,0–4,5 mmol/L, sind aber individuell sehr unterschiedlich.
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FTP ist eine Leistungsabschätzung über Zeit. Laktatschwelle ist ein metabolisches Ereignis. Bei manchen Athleten liegen beide Werte nah beieinander, bei anderen differieren sie um 10–20 Watt. Das hat Konsequenzen: Wer seine Trainingszonen nur aus FTP ableitet, kann oberhalb seiner tatsächlichen metabolischen Schwelle trainieren — ohne es zu merken.
- FTP: Leistungsbasiert, extrapoliert, gut für Power-Meter-Training
- Laktatschwelle: Stoffwechselbasiert, direkt gemessen, zeigt metabolische Grenze
- Typische Differenz: 0–15 Watt bei gutem Leistungsniveau
- Bei Anfängern: FTP oft deutlich höher als LT2
Für welches Training welcher Wert?
Für strukturiertes Intervalltraining am Power Meter ist FTP praktisch und ausreichend. Für die Bestimmung der metabolischen Trainingszonen, das Pacing bei langen Events und die Interpretation von Trainingseffekten ist die Laktatschwelle valider. Die beste Strategie: Beide Werte kennen und regelmäßig abgleichen.