Hitze: Höheres Laktat bei gleicher IntensitÀt
Bei erhöhter Umgebungstemperatur steigt der Blutlaktat bei gleicher Leistung an. Der Grund: Die Hautdurchblutung nimmt zu, um WĂ€rme abzutransportieren. Das reduziert das effektive Blutvolumen fĂŒr die Muskeldurchblutung und die Laktatelimination sinkt. Gleichzeitig steigt der Herzzeitvolumen, was den relativen Sauerstoffmangel verstĂ€rkt.
- Ab 20 °C messbare Effekte, ab 25 °C deutlich
- LT2 kann 5â15 Watt oder 10â20 Sek./km niedriger sein
- Herzfrequenz steigt um 5â10 SchlĂ€ge/Min. bei gleicher Belastung
- Akklimation nach 7â14 Tagen in Hitze
Höhe: Weniger Sauerstoff, mehr Laktat
In groĂer Höhe sinkt der partialdruck des Sauerstoffs. Die mitochondriale ATP-Produktion wird ineffizienter, der Muskel greift frĂŒher auf die anaerobe Glykolyse zurĂŒck. Ergebnis: Höhere Laktatwerte bei gleicher Leistung. Ab etwa 1.500 m Höhe werden die Effekte relevant, ab 2.500 m deutlich.
Test bei Hitze planen
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Jetzt kostenlos testenVergleichbarkeit sicherstellen
Wenn du ĂŒber die Saison vergleichen willst, kontrolliere die Umgebungsbedingungen. Idealerweise testest du immer bei Ă€hnlicher Temperatur (±3 °C) und am Meeresspiegel. Wenn das nicht möglich ist, notiere Temperatur und Höhe und interpretiere die Werte im Kontext.
- Immer gleiche Tageszeit testen (morgens ist kĂŒhler)
- Temperatur notieren und mitberĂŒcksichtigen
- Höhenaufenthalt: 5â7 Tage vor dem Test akklimatisieren
- Innenraumtests: Klimatisierung auf 18â20 °C ideal
Praktische Konsequenzen fĂŒr das Training
Trainiere in Hitze bewusst langsamer. Eine LT2-gesteuerte Einheit wĂŒrde bei 30 °C ĂŒber deiner tatsĂ€chlichen metabolischen Schwelle liegen. Nutze in der Akklimatisationsphase Herzfrequenz oder subjektive Anstrengung als zusĂ€tzliche Kontrolle. In Höhenlagern erwarte niedrigere Watt- oder Pace-Werte â das ist normal und kein Leistungsverlust.